Hund jagt

Hund jagt: Machen auch Sie diesen Fehler?

Der größte Fehler, den wir Hundeliebhaber beim Jagen machen können, ist natürlich, dass wir es überhaupt zulassen…

… denn Jagen ist ein selbstbestätigendes Verhalten.

Beim Jagen oder beim Hetzen der Beute werden Hormone freigesetzt, die den Hund glücklich machen. Das heißt, unser Hund ist glücklich, wenn er durch den Wald tobt und Beute hinterher rennt, oder auch einer Katze, einem Radfahrer oder einem Jogger (für ihn macht das keinen Unterschied). 

Und ein glücklicher Hund wird natürlich versuchen, diesen Zustand so bald wie möglich wieder zu haben. Das bedeutet, jedes Mal, wenn unser Hund uns entwischt und versucht, irgendwelche "Beute" zu machen,  hat er seinen Spaß und wird es bei nächster Gelegenheit ziemlich sicher wieder tun.

Unsere Aufgabe ist es also gerade am Anfang, wenn der Hund noch jung ist und noch nicht so viel Erfahrung hat (was möchte Herrchen, was möchte Herrchen nicht?), ihn daran zu hindern, einfach loszurennen und Tiere oder Menschen zu jagen. 

Eine Möglichkeit ist es natürlich, unseren Hund dazu an die Leine zu nehmen … 

... aber er soll ja auch freilaufen lernen.

Hier meine Empfehlung:
Üben Sie mit Ihrem Hund das Heranrufkommando und sorgen Sie dafür, dass er das "Platz"-Kommando beherrscht - und beide Kommandos sollten auf Sicht auch aus der Entfernung klappen. 

Also - wichtig …

… das „ihn-jagen-lassen-Syndrom“ ist einer der großen Fehler, die wir Hunde-Fans oft machen.

Ich weiß aber natürlich, dass es nicht immer sehr einfach ist. Deshalb auch an dieser Stelle etwas mehr Hintergrundinformationen.

Hund jagt: 
Was ich generell noch darüber wissen sollte…

Das Jagen ist auch deshalb ein sehr schwieriges Thema, weil es ein dem Hund angeborener Trieb ist. Das heißt, der Hund möchte jagen. Er möchte irgendetwas verfolgen, er liebt es zu hetzen und Spuren zu lesen. 

Und wenn wir ihm das ganz und gar verbieten, dann schneiden wir von der natürlichen Lebensweise des Hundes ein großes Stück ab. 

Für uns bedeutet das, wir sollten dem Hund dir Möglichkeit geben, seinem Jagdbedürfnis gerecht zu werden.

Am besten geht das durch Spiele.
Zum Beispiel Bälle werfen, Aportierspiele und auch Zerrspiele (er muss ja auch die Beute irgendwie erlegen) gehören dazu..

Nur wenn der Hund dann tatsächlich auf die Jagd geht und wir wollen das verhindern, dann müssen wir ihm wohl oder übel klar machen, dass er Ärger mit uns bekommt, wenn er dieses Verhalten zeigt. 

Um so wichtiger ist es also, ihm die Möglichkeit bieten, dieses Bedürfnis in bewusste Bahnen zu lenken, damit er diesen natürlichen Instinkt (ich muss losgehen und Beute erlegen) auch ausleben kann. 

Wie gesagt, Spiele sind da eine tolle Möglichkeit.

Natürlich kann man einem Hund das Jagen nicht völlig verbieten, so wie man einer Katze das Mausen nicht verbieten kann. Aber spielerisch gesehen sind Jagdspiele in Ordnung … 

... geht es dann aber wirklich in die freie Wildbahn und unser Hund versucht, die Hühner vom Nachbarn oder den Hasen auf dem Feld zu erwischen, dann haben wir ein großes Problem: 

Nämlich einmal mit dem Nachbarn und mit den Jägern im Wald – und natürlich kann der Hund auch, wenn er unkontrolliert durch die Gegend rennt, ganz leicht auf die Straße geraten!

Und Autos sind der größten Feinde unserer Hunde. 

Nun… ich hoffe, das war aufschlussreich…

 

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© Gerhard Mäder Stade - Haddorf